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„Generation 50+“ steht auf Eigenheim und Internet

on 50+“ steht auf Eigenheim und Internet
Die meisten Grafschafter Befragten der über 50-Jährigen besitzen ein Navigationsgerät. Laut Umfrage haben viele eine hohe Technikaffinität.
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  • Die meisten Grafschafter Befragten der über 50-Jährigen besitzen ein Navigationsgerät. Laut Umfrage haben viele eine hohe Technikaffinität.
  • Das Internet wird von der „Generation 50+“ in der Grafschaft gern und viel genutzt. Gewünscht wird der Ausbau von schnellen Internetverbindungen im Landkreis.

Die Grafschafter „Generation 50 Plus“ lebt vornehmlich im Eigenheim, nutzt das Internet und wünscht mehr Radwege: Da ist ein erstes Zwischenergebnis der Befragung von über 50-Jährigen im Landkreis.

Nordhorn. Die Umfrage ist von der „Gesundheitsregion Euregio“ mit dem Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ initiiert worden. Als „sensationell“ bewertet Thomas Nerlinger, Projektleiter und Geschäftsführer der Gesundheitsregion, den Rücklauf der Fragebogenaktion, die sich im vergangenen Dezember an 10.000, zufällig ausgewählte Bürger der „Generation 50+“ in der Grafschaft richtete: Geht man ansonsten im Schnitt von rund zehn Prozent Rücklauf aus, so gaben in der Grafschaft mit 4350 Bürgern ganze 44 Prozent Antworten zu ihren aktuellen Lebensverhältnissen, Wünschen und Bedürfnissen. Nerlinger: „Der überwältigende Rücklauf zeigt uns, dass die älteren Grafschafter ihre Zukunft gestalten wollen.“

Die Auswertung der Bögen erfolgt durch die Hochschule Osnabrück/Campus Lingen. Die wissenschaftliche Leitung der Befragung hat Prof. Dr. Stefanie Seeling. Sie stellte unlängst bei einer Veranstaltung des Demografieprojektes „Dorfgemeinschaft 2.0“ des Vereins „Gesundheitsregion Euregio“ in Lingen einer Zwischenbilanz der Befragung vor.

Zum Stichtag 1. November 2014 lebten in der Grafschaft 56.422 Menschen, die älter als 50 waren. 4350 von ihnen beantworteten Fragen zur Ermittlung soziodemografischer Daten aus Themenbereichen wie Wohnen, Wohnumfeld, Nahversorgung, Dienstleistung, Freizeit, Mobilität, Zukunft oder Techniknutzung. Seeling: „Interessiert hat uns im Fragebogen vor allem, welche Bedürfnisse Grafschafter Bürger im Alter haben, was die Grafschaft als Wohnort im Alter attraktiv macht und welche Technikaffinität vorhanden ist.“

Erste Ergebnisse nach Auswertung von 50 Prozent der Umfrage sind zum Beispiel:

• dass 80 Prozent der Befragten als Paar in einem Eigenheim wohnen und ausziehen würden, wenn Haus und Garten von ihnen nicht mehr versorgt werden können,

• dass die meisten Befragten ein Navigationsgerät als elektronisches Gerät besitzen,

• dass viele den Ausbau von Radwegen wünschen,

• dass die meisten Dienstleistungen im Internet bestellt werden,

• dass für eine Versorgung durch eine akademisierte Pflege-Fachkraft oder eine Rollende Praxis eine große Bereitschaft herrscht.

Wohnen: Jeweils weniger als zehn Prozent haben eine Eigentumswohnung, ein Haus gemietet oder eine Mietwohnung. 52,8 Prozent finden ihre Wohnform seniorengerecht, als Gründe für seniorengerechtes Wohnen werden ebenerdige Wohnräume, Barrierefreiheit und ein altersgerechtes Bad genannt.

Wohnumfeld: Als gut bewerten fast 80 Prozent der Befragten die Nachbarschaft, fast 70 Prozent die Dienstleistungsangebote, über 60 Prozent die Sicherheit. Freizeitangebote und Verkehrsanbindung empfinden knapp 50 Prozent als gut, 30 bzw. 40 Prozent als nur mittelmäßig.

Dienstleistungen: Wichtig im Alter sind für über 50 Prozent Arztbesuche, gefolgt von Apothekenlieferung, Pflegeangeboten, Mahlzeiten-, Haus- und Gartendienst und Therapiebesuche.

Technik: Über 50 Prozent besitzen Navigationsgerät und Computer mit Internetanschluss, um die 45 Prozent W-LAN, knapp 40 Prozent ein Handy oder Smartphone und um die 35 Prozent TV mit Internetzugang. In Sachen Techniknutzung meinen fast 80 Prozent, dass elektrische Geräte helfen, Informationen zu erlangen. Fast 50 Prozent empfinden sie als Erleichterung im Alltag, für 50 Prozent machen sie aber auch vieles umständlicher.

Internet: Die meisten nutzen hier Suchmaschinen, viele kaufen über das Internet ein, knapp über 40 Prozent nutzen das E-Mail-Angebot, fast 40 Prozent Textnachrichten, knapp 20 Prozent Tausch- und Aktionsbörsen, knapp 20 Prozent Skype, knapp über zehn Prozent soziale Netzwerke.

Stefanie Seeling berichtete, dass viele Teilnehmer die Umfrage durch persönliche Wünsche und Anliegen ergänzt hätten. Das zeige eine hohe Verbundenheit mit der Grafschaft: „Die Menschen wollen sich einbringen und eine individuelle Versorgung.“ Konkret schlagen sie den Ausbau von Internet und Radwegen sowie eine Analyse von Radfahrunfällen an.

Ziel der Befragung, die vom Landkreis organisiert wurde, ist „eine Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen und das Schaffen von innovativen, bedarfsgerechten Versorgungsstrukturen in den Städten und Gemeinden der Grafschaft, die eine möglichst lange Selbstständigkeit in der Häuslichkeit gewährleisten“. Initiator ist der Verein „Gesundheitsregion Euregio“, der mit seinem Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0 – das Altern im ländlichen Raum hat Zukunft“ an der Ausschreibung „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel “ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilnimmt. Das Projekt läuft in der ersten Phase noch bis Ende April 2015, dann sollen die 50-Plus-Umfrageergebnisse vorgestellt werden.“

15-Plus-Generation; Nun will „Dorfgemeinschaft 2.0“ wissen, was die jüngere Generation wünscht. In Kürze startet die Online-Befragung an den Grafschafter und Emsländischen Schulen der 15-Plus-Generation (im Alter von 15 bis 25 Jahren) in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland.

Die Landesschulbehörde hat jetzt grünes Licht zur Durchführung gegeben. Damit können in der Grafschaft 12.000 Schüler online befragt werden.

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