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Firma Klümper erfindet den Knochenschinken neu

mper erfindet den Knochenschinken neu
Viel Handarbeit ist bei der Schinkenherstellung nötig.
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  • Viel Handarbeit ist bei der Schinkenherstellung nötig.
  • Neu ausrichten wollen Andrea Moggert-Kemper und Eckhard Klümper das Familienunternehmen.
  • Viel Wissen und Erfahrung steckt im westfälischen Knochenschinken, den Klümper demnächst als „Edlen Westfalen“ auf den Markt bringt.

Mit der Rückbesinnung auf eigene Wurzeln will der Schüttorfer Schinkenhersteller Klümper seine Position als Marktführer ausbauen. Das Traditionsunternehmen setzt dabei besonders auf sein Premiumprodukt „Edler Westfale“.

Schüttorf. Ausbau der Herstellungs- und Lagerkapazitäten in Schüttorf, Aufbau eines zweiten Produktionsstandorts im Schwarzwald, Markteinführung der eigenen Premiumlinie „Edler Westfale“ – die Schüttorfer Firma H. Klümper GmbH & Co. KG hat sich für 2015 viel vorgenommen. „Wir wollen uns zurückbesinnen auf die Ursprünge unseres Traditionsunternehmens und den Markennamen Klümper wieder stärker nach vorn bringen“, sagen die geschäftsführenden Gesellschafter Andrea Moggert-Kemper und Eckhard Klümper.

Nach einer Absatzkrise hat die Firma Klümper in den vergangenen fünf Jahren neue Märkte erobern und die Produktion erheblich ausweiten können. Zurzeit produzieren in Schüttorf 125 Beschäftigte etwa 300 verschiedene Schinkenartikel. Der Umsatz stieg von 17 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 27 Millionen Euro in 2014. 70 Prozent der verarbeiteten Rohware stammt aus der Region. Gut 20 Prozent der Produktion werden exportiert. Unter anderem ist Klümper größter deutscher Schinkenexporteur in die USA.

Schinkenherstellung seit fast 200 Jahren

„Schinkenmanufaktur“ nennt sich das Familienunternehmen, das sich heute als Marktführer im Bereich Knochenschinken sieht und schon seit 1821 in Schüttorf Schinken herstellt. Zu jener Zeit gehörte Schüttorf übrigens zu Westfalen, und Klümpers Spezialität war von Anfang an der typische westfälische Knochenschinken. Der erhält sein besonderes Aroma durch den Reifeprozess, bei dem der Knochen am Schinken verbleibt.

Knochenschinken ist bis heute eine der Produktlinien des Unternehmens. Eckhard Klümper: „Ein Spitzenprodukt, das bisher nicht genügend wertgeschätzt wurde, aber qualitativ auf einer Stufe mit Spitzenschinken aus Spanien oder Italien steht.“ Dieser Knochenschinken soll künftig wieder einen höheren Stellenwert in der Produktpalette erhalten. Denn am 25. November 2013 hat die EU den Begriff „Westfälischer Knochenschinken“ in das europäische Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geografischen Angaben aufgenommen. Er steht damit als geschützte Herkunftsbezeichnung auf einer Stufe mit Markenbegriffen wie Parmesankäse, Aachener Printe und Parmaschinken.

Für Klümper genau der richtige Augenblick, um die 190-jährige Erfahrung des Unternehmens jetzt in einen hochwertigen westfälischen Knochenschinken einzubringen: Anfang März kommt der „Edle Westfale“ als neue Premiumlinie auf den Markt. In einer groß angelegten Marketingkampagne wirbt die markige deutsche Synchronstimme von Jack Nicholson und Anthony Hopkins landesweit für Klümpers neues Produkt.

Produktionsfläche in Schüttorf wächst

Allein durch seine sechsmonatige Reifezeit unterscheidet der „Edle Westfale“ sich von den meisten anderen Schinkenprodukten. Klümper baut dafür eigens seine Lagerkapazitäten am Stammsitz in Schüttorf aus. Zurzeit entsteht ein Kühl- und Lagerhaus mit 690 Quadratmetern Lagerfläche. Damit wächst die Produktionsfläche an der Schüttorfer Ratsherr-Schlikker-Straße auf 11.500 Quadratmeter.

Selbst herstellen wollen die Schüttorfer ab 2016 auch den bekannten Schwarzwälder Schinken, den sie seit sieben Jahren für einen Partner aufschneiden und verpacken. Schwarzwälder Schinken darf diesen Namen nur tragen, wenn er tatsächlich aus dem Schwarzwald kommt. Deshalb investiert Klümper gemeinsam dem Partner dort in den Bau einer neuen Schinkenherstellung. Der Betrieb soll Anfang kommenden Jahres die ersten Schwarzwälder Schinken liefern. Geschnitten und verpackt wird dieser Schinken weiterhin in Schüttorf.

Mit dem komplett neuen Markenkonzept entdeckt Klümper nicht nur seine unternehmerischen Wurzeln neu, sondern will sich am Markt neu positionieren. Ziel ist klar das Premiumsegment. „Wir wollen uns vom Markt unterscheiden und den Bekanntheitsgrad der Fima Klümper steigern“, sagt Eckard Klümper. Die Resonanz der Handelspartner sei bisher sehr positiv.

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