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Emlichheim will Bahnanschluss vorantreiben

Übergänge sollen besser gesichert werden – Resolution gegen die Maut

m will Bahnanschluss vorantreiben
Am Bahnsteig Emlichheim soll künftig nicht nur der Nikolauszug halten, sondern auch ein Personenzug nach Coevorden.

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Planungs-, Umwelt- und Tourismusausschuss der Samtgemeinde Emlichheim während seiner öffentlichen Sitzung in der vergangenen Woche zu bewältigen.

Emlichheim. Diplom-Ingenieur Steffen Fangrat von der Technischen Universität in Braunschweig stellte den Mitgliedern die Ergebnisse des Projekt-Dossier-Verfahrens zur Erweiterung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) von Bad Bentheim, Nordhorn, Neuenhaus über Emlichheim bis nach Coevorden vor. Anfang des kommenden Jahres steht die Entscheidung über die Reaktivierung des ersten etwa 28 Kilometer langen Streckenabschnittes Bad Bentheim bis Neuenhaus an. Die Erweiterungsstrecke von Neuenhaus bis Coevorden ist ebenfalls 28 Kilometer lang und zählt 59 Bahnübergänge, von denen bisher erst 16 gesichert sind.

Die reinen Infrastrukturanpassungen (Sicherung von Bahnübergängen, Blockteilung, Begegnungsabschnitt und ähnliches) für diesen Streckenabschnitt werden sich nach der vorläufigen Kostenschätzung des Instituts auf mehr als 17 Millionen Euro belaufen. Nach Ansicht der Samtgemeindeverwaltung ist es schon jetzt ratsam, ungesicherte Bahnübergänge zu schließen oder technisch abzusichern, wenn sich entsprechende Möglichkeiten wie Straßenbaumaßnahmen oder Flurbereinigungsverfahren ergeben.

Geld aus Europa für die Grafschaft

Ralf Wellmer, Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Region Grafschaft Bentheim, informierte im Ausschuss über das neue Leaderprogramm für die Jahre 2014 bis 2020 und die Möglichkeiten, die sich daraus für die Grafschaft Bentheim und die Samtgemeinde Emlichheim ergeben. Zurzeit werde ein Konzept erarbeitet, mit dem sich die Region um die Aufnahme in das Programm bewirbt, das allein für die Grafschaft Bentheim ein Förderbudget in Höhe von 2,4 Millionen Euro beinhalten soll. Die Entscheidung über die Aufnahme soll im Frühjahr 2015 fallen. Im Leaderprogramm fließen Mittel der Europäischen Union in ländliche Regionen, die dadurch gefördert werden und sich besser entwickeln sollen.

Auch Emlichheim gegen die geplante Maut

Der Ausschuss empfahl zudem mit einer Gegenstimme, dass der Rat der Samtgemeinde Emlichheim die Bundesregierung auffordern möge, von einer Umsetzung der Maut-Pläne für Kreis-, Landes- und Bundesstraßen im Grenzgebiet Abstand zu nehmen. Gerade in der Samtgemeinde Emlichheim mit einem Anteil von etwa 20 Prozent niederländischen Einwohnern und mit dem grenzüberschreitenden Industriegebiet Europark werde Europa gelebt.

Weiter heißt es in der Resolution, die der Samtgemeinderat demnächst verabschieden soll: „Wir verstehen uns als ein Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Kulturraum. Die Maut wird unsere durch jahrelange intensive Arbeit aufgebaute freundschaftliche Beziehung zu den Niederlanden stark belasten.“

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Die Meinung unserer Leser

5 Leserkommentare

1. | Harry Hurtig | Montag, 27.10.2014 | 17:05 Uhr

Wie schnelllebig die Zeiten in der Samtgemeinde Emlichheim doch sind. Emlichheim möchte den Bahnanschluss für Personenzüge. Man denkt seitens der Samtgemeinde darüber nach, in der Region ungesicherte Bahnübergänge zu schließen oder technisch abzusichern. Personenzüge sollen in einigen Jahren auf dem Weg von Neuenhaus nach Coevorden in Emlichheim Station machen. Aber wo? Erst vor vier Jahren wurde der Bahnhof in Emlichheim abgerissen und der Bahnhofsvorplatz mit seinem alten Baumbestand zerstört. Statt dieses Bahnhofs finden wir an diesem Ort inzwischen einen Lebensmittelmarkt.

2. | carally | Dienstag, 28.10.2014 | 19:44 Uhr

Hinter dem Lebensmittelmarkt, in direkter Nachbarschaft zum Busbahnhof der VGB, wurde damals im Zuge der Umgestaltung des Geländes ein Bahnsteig eingebaut. Erst informieren...

3. | Harry Hurtig | Dienstag, 28.10.2014 | 23:11 Uhr

Richtig - Emlichheim hat einen Bahnsteig Da ist kein Bahnhof - da findet sich ein Minimalkonzept. Ich sehe nicht, das das für einen regulären Bahnbetrieb ausreicht! Emlichheim hat sich vor vier Jahren aus dem Kreis der Dörfer mit einem Bahnanschluss für den Personenverkehr verabschiedet. Jetzt finden sich bei gutem Wetter noch Möglichkeiten für den Nikolauszug.

4. | carally | Mittwoch, 29.10.2014 | 16:22 Uhr

Also ich finde, dass das völlig ausreicht. Ich will mich da ja nicht ewig aufhalten, sondern zu einem mir bekannten Zeitpunkt ein- oder aussteigen. Unterstellmöglichkeiten für schlechtes Wetter sollten problemlos nachzurüsten sein.

5. | Exiliant | Donnerstag, 06.11.2014 | 08:37 Uhr

Wer sagt das Emlichheim einen Bahnhof in alter Form gebraucht? Dort wird kein Frachtumschlag wie früher stattfinden. Wer ehrlich ist weiß das im alten Bahnhofsgebäude nur die Pizzeria und darüber die Wohnungen genutzt wurden. Warum also nicht einen Haltepunkt mit Fahrkartenautomat in Emlichheim installieren? Das reicht vollkommen aus!


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