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Dorfleben Modell für altersgerechte Strukturen

 Modell für altersgerechte Strukturen
Die Gesundheitsregion Euregio ehrte im Rahmen des Projektauftakts erfolgreiche Dorfgemeinschaften und begrüßte Caritas und Siemens im Doppelpack als 100. Mitglied. Die Aufnahme zeigt von links: Thomas Nerlinger (Geschäftsführer Gesundheitsregion Euregio), Bernhard Calmer (Siemens AG), Charlotte Ruschulte (Gemeinde Ohne), Hermann Veldmann (Gemeinde Wilsum), Heinrich Lügtenaar (Gemeinde Itterbeck), Landrat Friedrich Kethorn, Hermann Josef Quaing (Caritasverband) und Dr. Arno Schumacher (Vorsitzender Gesundheitsregion Euregio).

Rund 90 Projektpartner und Gäste haben kürzlich an der Auftaktveranstaltung „Dorfgemeinschaft 2.0“ im NINO-Hochbau in Nordhorn teilgenommen. Die Hochschule Osnabrück will Wünsche der Senioren ermitteln.

gn Nordhorn. „Die Senioren möchten selbstbestimmt möglichst lang zu Hause leben. Dafür benötigen sie bedarfsgerechte Hilfe und technische Unterstützung, um ein Plus an Sicherheit und Freiheit in ihren eigenen vier Wänden zu erlangen“, so Dr. Arno Schumacher, Vorsitzender der Gesundheitsregion Euregio und Ärztlicher Leiter der Radiologie der Euregio-Klinik. Er weiß aus seiner Arbeit: „Die Realität des Klinikalltags belegt schon heute eine höhere Unfallhäufigkeit und Zunahme akuter Erkrankungen mit dem Älterwerden der Bevölkerung.“ Das unterstreiche die hohe Bedeutung des Projektvorhabens unter dem Namen „Dorfgemeinschaft 2.0“. Es soll praktische Lösungen für die Menschen auf dem Lande schaffen.

Rund 90 Projektpartner und Gäste haben kürzlich an der Auftaktveranstaltung im NINO-Hochbau teilgenommen. Die musikalischen Nachwuchstalente Sophie Emmler und Constanzia Schumacher, die sich derzeit auf „Jugend musiziert 2015“ vorbereiten, sorgten mit vier kurzen Episoden des französischen Komponisten, Georges Bizet, vierhändig am Flügel für einen festlichen Rahmen.

„Die traditionell gewachsenen Dorfgemeinschaften in der Nieder- und Obergrafschaft sind für uns eine wichtige Grundlage, um die künftigen demografischen Herausforderungen gemeinsam zu stemmen“, erklärte Projektleiter und Geschäftsführer der „Gesundheitsregion“, Thomas Nerlinger. Er betonte: „Den Erfolg des diesjährigen Kreiswettbewerbs ,Unser Dorf hat Zukunft‘ wollen wir daher mit den Vertretern der Gemeinden Itterbeck, Ohne und Wilsum und Landrat Friedrich Kethorn symbolisch würdigen und dazu einladen, die gewachsenen Strukturen der Grafschafter Dorfgemeinschaften zu einer Version 2.0 weiterzuentwickeln. Nerlinger freute sich, mit dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück und der Siemens AG, Bereich Health Services, zeitgleich neue Mitglieder begrüßen zu können. Gleich zwei Mal wurde daher die 100. Mitgliedschaft vergeben.

Im Impulsvortrag „Unsere Zukunft beginnt jetzt – Wie wir leben werden“ skizzierte Bernhard Calmer, seit 2012 Leiter Business Development Health Services der Siemens AG Deutschland, die gesellschaftliche Herausforderung eines drastischen Anstiegs beim Lebensalter und zeigt die Chancen des Projektes für die Projektregion Grafschaft Bentheim/südliches Emsland auf: „Patienten über 65 Jahre verursachen 40 Prozent aller Gesundheitskosten.“ Es müsse gelingen, die Gesundheitsversorgung zugleich besser und kostengünstiger zu gestalten. Dabei spiele die Früherkennung der gefährlichsten Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und Krebs-Erkrankungen eine große Rolle. Die Technik könne helfen, Menschen länger ein erfülltes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, etwa durch intelligente Verfahren der Selbstdiagnose und Fernüberwachung. Zum Ende brachte Calmer es auf den Punkt: „Das Mögliche zu hinterfragen, zu durchdenken, zu diskutieren und zu erproben, dafür braucht es Orte wie die Dorfgemeinschaft 2.0.“

Im Übergang zu den Workshops in den drei Teilprojekten „Gebäude“, „Service-Cloud“ und „Dorfzentrum“ stellten Professor Dr. Ingmar Ickerott und Thomas Nerlinger stellvertretend für das Projektkernteam die Projektstruktur und Eckdaten vor. Die erste Projektphase hat eine Laufzeit bis 30. April 2015 und bietet der Region die Chance, eine Förderung von fünf Millionen Euro für 2015 bis 2020 zu bekommen.

„Mit den mehr als 40 Projektpartnern entwickeln wir gemeinsam das Handlungskonzept und müssen uns gegen 19 bundesweite Projekte durchsetzen“, erklärte Nerlinger und verkündete: „Die Lebenshilfe Nordhorn gibt unserer Dorfgemeinschaft 2.0 ein Zuhause. Ab sofort ist das Projektbüro bei der Lebenshilfe auf dem RAWE-Gelände erreichbar.“ Ickerott sprach abschließend die Einladung zum „Projekt-Bergfest“ aus. Die Präsentation der Zwischenergebnisse findet am 5. Februar 2015 auf dem Campus Lingen der Hochschule Osnabrück statt. „Bis dahin steht viel Arbeit an“, so Ickerott. Er kündigte die Befragung „50-plus“ durch Professorin Dr. Stefanie Seeling und Beate Vonde an, die in Kürze die Wünsche der Grafschafter Senioren wissenschaftlich untersuchen wollen.

Die Gäste hatten neben den Workshops die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Produkte rund um ein „intelligentes Zuhause“ durch das jüngste Neumitglied, die Firma ENO telecom aus Nordhorn, zu informieren.

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