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Computervirus legt Rathaus von Rheine lahm

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Eine Schadsoftware hat das Rathaus von Rheine getroffen und die Computer der Stadtverwaltung lahmgelegt. Foto: dpa

Ein Computervirus hat das Rathaus von Rheine erwischt und die EDV in die Knie gezwungen. Die Verwaltung hofft, am Mittwoch wieder per E-Mail erreichbar zu sein und hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt.

dpa Rheine/Nordhorn. Ein Computervirus hat die Stadtverwaltung Rheine teilweise lahmgelegt. Ein sogenannter Cryptovirus habe „relativ wahllos“ Daten verschlüsselt und so dafür gesorgt, dass mehrere Abteilungen der Stadtverwaltung nur stark eingeschränkt arbeiten konnten, wie die Stadt am Mittwoch mehrere Medienberichte bestätigte.

Die Rechner an 500 Arbeitsplätzen und die Server mussten vom Netz genommen werden. „Es sind aber keine schützenswerten Daten nach außen verschickt worden“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Zudem seien auch keine Daten verloren, da diese regelmäßig von der Stadtverwaltung gesichert werden. Wie der Virus die Schutzprogramme der Stadt überwinden konnte, sei bislang nicht geklärt.

Eine Fachfirma habe bereits am Dienstag damit begonnen, alle Rechner der Stadtverwaltung zu überprüfen und vom Virus zu befreien. „Unsere Mailkommunikation ist zurzeit nicht möglich. Aber unsere Mitarbeiter sind noch immer persönlich oder per Telefon zu erreichen“, sagte die Sprecherin. Die Stadt Rheine hat Anzeige gestellt. Zuletzt hatten in Nordrhein-Westfalen mehrere Krankenhäuser mit Computerviren zu kämpfen. Im Dezember war die Verwaltung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) Opfer eines Viren-Angriffs geworden.

Locky kommt per E-Mail

Erpresserische Schadsoftware erwischt die meisten Nutzer völlig unvorbereitet und sperrt gnadenlos den PC oder verschlüsselt alle Daten darauf. Der sich aktuell stark verbreitende Verschlüsselungstrojaner Locky beispielsweise kommt per Mail als Makro-Code in angehängten Office-Dateien oder als Javascript-Datei in einem ZIP-Anhang.

Grundsätzlich sollte man insbesondere unaufgefordert oder überraschend erhaltene E-Mails mit Download-Links oder Anhängen mit spitzen Fingern anfassen und nichts öffnen oder anklicken. Zudem gilt es, Updates für das Betriebssystem sowie alle Programme so schnell wie möglich zu installieren und natürlich auch den Virenscanner aktuell zu halten. Extrem wichtig ist zudem die regelmäßige Datensicherung auf externen Datenträgern.

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