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Brücken an A1 bei Osnabrück 2018 fertig

n A1 bei Osnabrück 2018 fertig
Ein dünnes Blech trennt Autobahn-Fahrspuren und Baustelle. Der eigentliche Zweck der Bleche ist der Schutz der Bauarbeiter. Foto: Michael Baar

Wer auf der A1 vom Norden in den Süden oder umgekehrt reist, muss zwischen dem Lotter Kreuz bei Osnabrück und der Abfahrt Lengerich den Fuß vom Gas nehmen. Drei Talbrücken saniert der Bund dort für 51,5 Millionen Euro.

Osnabrück. Sicherheit steht an erster Stelle. Das betonen Bernhard Heine und Manfred Wermer immer wieder. Deshalb die nächtliche Beleuchtung auf der Autobahn 1 an den Stellen, wo die Fahrbahn verschwenkt wird. So nennen die Fachleute die Überleitung von einer auf die andere Fahrbahnseite. Eine Anlage regelt – abhängig vom Verkehr – die zulässige Höchstgeschwindigkeit und weist auf drohende Staus hin. „Teils wöchentlich sitzen wir mit Autobahnmeisterei und Polizei zusammen“, erzählt Bernhard Heine. Er ist Projektleiter „Ersatzneubau der drei Talbrücken Exterheide, Smanforde und Habichtswald“. Seit Sommer hat er ein Büro in Tecklenburg-Leeden.

Nicht immer ist der Verkehr Auslöser für eine Reduzierung des Limits von 80 Stundenkilometern in der Baustelle auf Tempo 60. „Das dient dann der Sicherheit der Arbeiter“, nennt Manfred Wermer den Grund für einen solchen Schritt. Er ist für die Bauüberwachung zuständig und räumt gleich mit einem Vorurteil auf: Die vermeintlichen Sichtschutzwände im Baustellenbereich sollen keine Einblicke verhindern. „Dadurch werden die Mitarbeiter vor Spritzwasser geschützt“, nennt er einen einleuchtenden Grund.

Westseite Exterheide ist komplett abgerissen

Bisher ist alles glatt gelaufen im Bereich der drei Talbrücken. Die Westseite Exterheide ist komplett abgerissen. Bei Smanforde muss noch der Bauschutt weggeräumt werden. Am Habichtswald laufen die Probe-Bohrpfahlbohrungen. Die Insolvenz des ursprünglich beauftragten Unternehmens hat für eine deutliche Verzögerung gesorgt. „Das kann Februar werden, bis der Abriss dort beginnt“, stellt Manfred Wermer nüchtern fest.

Das Ziel, Fertigstellung der drei Bauwerke bis Sommer 2018, sehen er und sein Kollege Heine nicht gefährdet. Dafür sehen sie sich immer wieder mit einer Behauptung konfrontiert, „die inhaltlich falsch ist: Die Brücken werden nicht wegen des sechsspurigen Ausbaus der A1 neu gebaut“. Grund ist vielmehr die ständig steigende Belastung der Bauwerke durch den zunehmenden Verkehr, insbesondere durch Lkw.

„Als die Brücken gebaut wurden, war man von einer viel geringeren Belastung ausgegangen“, erzählt Bernhard Heine. An verantwortlicher Stelle sei man sich dessen seit Jahren bewusst. Eine sich daraus ergebende Konsequenz ist ein Berechnungsprogramm, wie viel die alten Brücken an Verkehr aushalten können. „Die drei Brücken standen ohnehin auf der Planungsliste. Der geplante sechsspurige Ausbau hat sie nur weiter nach oben gespült“, erklärt der Projektleiter.

Wann mit dem dreispurigen Ausbau der Autobahn 1 in diesem Abschnitt begonnen wird, ist nach wie vor offen. „Nach dem Berechnungsprogramm muss die neue Talbrücke Habichtswald 2019 fertig sein“, verdeutlicht Bernhard Heise mit einer Zahl, dass die eine Maßnahme mit der anderen nichts zu tun hat. „Natürlich wäre es Quatsch gewesen, die neue Brücken nicht für sechs Fahrspuren auszulegen“, ergänzt er mit einem Lächeln.

„Die Brücken waren von innen her noch gut in Schuss“

Wie weit im Voraus so etwas bedacht wird, zeigt sich wenige Kilometer weiter südlich: Im Zuge des Baus der Anschlussstelle Flughafen ist die A1 zwischen Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal und Abfahrt FMO bereits für jeweils drei Fahrspuren ausgebaut worden. Der Abriss der Brücken Exterheide und Smanforde hat den Fachleuten bestätigt, dass das Berechnungsprogramm etwas taugt: „Die Brücken waren von innen her noch gut in Schuss“, sagt Manfred Wermer. Dass in Exterheide und Smanforde zunächst die Westseite, am Habichtswald die Ostseite der jeweiligen Brücke abgerissen wird, ist kein Zufall: „Beim Habichtswald ist nur die Westseite dreispurig und kann daher den Baustellenverkehr mit zwei Fahrspuren je Richtung aufnehmen.“

Dass der Verkehr zwischen Smanforde und Habichtswald verschwenkt wird, könnte ein Kuriosum werden: Die neuen Brückenhälften Exterheide und Smanforde sind fertig, aber am Habichtswald-Bauwerk wird noch gearbeitet. „Dann ruhen die Arbeiten in Exterheide und Smanforde“, sagt Bernhard Heine. Für Abriss und Neubau der jeweiligen Brückenhälfte muss die Verkehrsführung geändert werden. Das soll nur einmal gemacht werden, weil es „sicherer für die Autofahrer und die Arbeiter ist“.

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