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Biotonne kein Thema für Grafschaft

kein Thema für Grafschaft
Bei der Sammlung von Grünabfällen belegt die Grafschaft seit vielen Jahren einen Spitzenplatz.

Zum 1. Januar wird das getrennte Sammeln von Bioabfällen Pflicht. Das ist jedoch nicht mit der Einführung einer Biotonne gleichzusetzen. Die Grafschaft belegt eine Spitzenstellung bei der Sammlung von Grünabfällen.

Nordhorn. Derzeit machen viele Verbraucher und auch Medien den Fehler, die Pflicht zur getrennten Sammlung von Biomüll mit der Einführung einer Biotonne gleichzusetzen. Doch Bioabfall fällt nicht nur in der Küche an, sondern auch im Garten. Daher darf man die Diskussion nicht nur über Essensreste führen, sondern auch über Strauchschnitt und andere Gartenabfälle.

Die Pflicht zur getrennten Sammlung von Bioabfällen sagt noch nichts über die Art und Weise aus, wie man dieser Pflicht nachkommt. Im Wesentlichen gibt es zwei Wege: Ein sogenanntes Holsystem, bei dem die Abfälle aus Biotonnen abgeholt werden, oder ein Bringsystem, beim dem die Verbraucher vor allem Grünabfälle aus dem Garten und unproblematische Küchenabfälle (zum Beispiel Kartoffelschalen und nicht verarbeitete Obst- und Gemüsereste) zu den entsprechenden Sammelplätzen bringen.

Erfolg der alten Biotonne eher mäßig

In der Grafschaft hat es in der Vergangenheit bereits beide Systeme gegeben. Im Jahr 1996 wurde flächendeckend die Biotonne eingeführt. Der Erfolg war eher mäßig. Die Anschlussquote der Haushalte lag von Beginn an unter 50 Prozent. Seinerzeit hatte man mit 16.000 Tonnen Biomüll im Jahr gerechnet, eingesammelt wurden rund 5400 Tonnen. Entsprechend hatte das seinerzeit gebaute Kompostwerk mit Problemen bei der Auslastung zu kämpfen.

In den folgenden Jahren wurde neben der Zukunft des unwirtschaftlich betriebenen Kompostwerkes eines privaten Betreibers auch die Einführung der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlung (MBA) diskutiert. Schließlich ist zum Ende des Jahres 2003 die Biotonne in der Grafschaft wieder abgeschafft worden.

Sammelplätze nehmen weiteren Biomüll auf

Damit einhergehend konzentrierte man sich in der Grafschaft auf die Sammlung des Bioabfalls im Bringsystem auf den kreisweiten Grünabfallsammelplätzen. Hier können die Verbraucher Gartenabfälle sowie nicht verarbeitete Obst- und Gemüsereste abgeben. Nach Auskunft des Leiters des Abfallwirtschaftsbetriebes, Christoph Bröcker, wird jetzt auf den Sammelplätzen auch eine Möglichkeit geschaffen, weiteren Biomüll abzugeben.

Bei der Sammlung von Grünabfällen – vor allem aus dem Garten – belegt die Grafschaft seit langem einen Spitzenplatz. Dazu kommt die verhältnismäßig hohe Zahl der Haushalte, die auf Eigenkompostierung setzen. Daher geht man im Abfallwirtschaftsbetrieb davon aus, dass derzeit in der Grafschaft die Einführung einer Biotonne kein Thema ist. „Für die Verbraucher ändert sich nichts“, betont Bröcker. Das soll zumindest für die nächsten fünf Jahre gelten, in denen es noch geltende Verträge in der Abfallwirtschaft gibt. Über die Zeit danach will man derzeit nicht spekulieren.

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Die Meinung unserer Leser

3 Leserkommentare

1. | achso achso | Dienstag, 30.12.2014 | 18:21 Uhr

Danke liebe Mitarbeiter der GN, dass Sie jetzt auch schon mit den Fakten zur Bio-Tonne ab 01.01.2015 hinter dem Baum herkommen. Aktualität stelle ich mir leider etwas anders vor. Dennoch wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch nach 2015. (Vielleicht klappt es dann ja auch mit der Aktualität)

2. | Ein_Niedergrafschafter | Mittwoch, 31.12.2014 | 09:03 Uhr

Die Frage ist ja eher, warum/ob dazu seitens des AWB nicht eher eine Info präsentiert wurde. Der GN kann/muss/sollte man da meines Erachtens nicht die Schuld geben!

3. | Uwe Schlüßelburg | Mittwoch, 31.12.2014 | 10:20 Uhr

Was für ein Service! Nun wird ab unterschiedlichen Tagen geleert. Die Bürger sollen sich nicht langweilen. Echt nett! Der gebührenpflichtige Müllsack entfällt. Besonders toll für Menschen, die umziehen. Die dürfen dann eine erhebliche Zeit auf einer Müllhalde leben oder müssen selber, neben dem Umzug mal eben zur Sammelstelle fahren. Danke! Es lebe der Service.


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