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Besucherzentrum für Schloss Clemenswerth geplant

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Ein Besucherzentrum soll das Jagdschlösschen Clemenswerth bei Sögel erhalten. Foto: dpa

Für das Schloss Clemenswerth in Sögel soll ein Besucherzentrum geschaffen werden. Das barocke Jagdschlösschen lockt jährlich Zehntausende Besucher an.

Meppen/Sögel. Entsprechende Pläne für das Besucherzentrum hat Kreisarchäologin Andrea Kaltofen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus im Kreishaus in Meppen vorgestellt. Für den emsländischen Kreishaushalt 2016 sollen 40.000 Euro an Planungskosten bereitgestellt werden.

Kaltofen, die auch Leiterin des Fachbereiches Kultur ist, begründete die Notwendigkeit des Projekts. Sie verwies auf die fehlende „Eingangssituation“ für das Schloss beziehungsweise das Schlossmuseum. Die Fachbereichsleiterin: „Die Kassensituation an einem Fenster des Pavillons Mergentheim ist unangemessen. Hier ist ein Provisorium zum Dauerzustand geworden.“ Der Museumsshop, der eigentlich mit der Kasse kombiniert sein müsste, sei auf der Rückseite des Pavillons Cölln untergebracht. „Das ist für den Erfolg des Shops abträglich“, meinte die Kreisarchäologin.

Fehlende Räume und ein zu kleiner Parkplatz

Nach ihren Worten fehlen Räume, die Voraussetzungen für einen zukunftsweisenden Museumsbetrieb sind. In diesem Zusammenhang nannte sie Vortrags- und Seminarräume, multifunktionale Räume auch für den Aufenthalt größerer Gruppen und für Veranstaltungen mit gastronomischer Komponente (zum Beispiel Hochzeiten), Büros sowie behindertengerechte WC-Anlagen. Als weiteres Manko bezeichnet sie den zu kleinen Parkplatz.

„Als Ziel stand immer im Raum, sachfremde Nutzungen aus der sensiblen und denkmalgeschützten Gesamtanlage zugunsten einer spezifischen musealen Nutzung der barocken Gebäude herauszunehmen“, sagte Kaltofen. Dazu gehöre auch der derzeitige Parkplatz mit Ausnahme der gerade neu angelegten Behindertenparkplätze. Die neu zu schaffende Architektur solle ein modernes Äquivalent zur barocken Architektur sein, unterliege selbst keinen denkmalrechtlichen Beschränkungen, müsse aber auf den Umgebungsschutz des Schlosses Bezug nehmen. Ziele seien eine verbesserte Besucherbetreuung und verbesserte Voraussetzungen für ein gutes Museums- und Veranstaltungsangebot.

Um die Planung für das Gebäude in Angriff zu nehmen, sei in diesem Jahr eine Entwurfsfindung vorgesehen. „Die notwendigen Kosten in Höhe von 40.000 Euro sind für den Haushalt 2016 angemeldet“, sagte die Fachbereichsleiterin. Der Landkreis wolle versuchen, Fördermittel einzuwerben. Kaltofen rechnet damit, dass das Projekt im Jahr 2018 umgesetzt wird.

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