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Arbeitsagentur Nordhorn zieht positive Bilanz

entur Nordhorn zieht positive Bilanz
Positive Zahlen kann Hans-Joachim Haming von der Arbeitsagentur Nordhorn in seiner Jahresbilanz vorweisen.

Rückgang der Arbeitslosigkeit, geringste Erwerbslosenquote und dynamischster Arbeitsmarkt in Niedersachsen: Mit dieser Jahresbilanz kann die Nordhorner Arbeitsagentur aufwarten. Für 2016 erwartet werden steigende Zahlen.

Nordhorn. Die Zahlen der Nordhorner Arbeitsagentur, die der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Haming, für das Kalenderjahr 2015 auf den Tisch gelegt hat, können sich sehen lassen: Mit 8.434 Erwerbslosen hat die Agentur das Vorjahresergebnis von 2014 noch einmal übertroffen. Für 2014 hatte die Arbeitsagentur 9070 Erwerbslose gemeldet. Damit ist die Arbeitslosigkeit im Nordhorner Agenturbezirk 2015 um sieben Prozent zurückgegangen.

Auch im Vergleich mit den 16 Arbeitsagenturen in Niedersachsen und Bremen weist der Agenturbezirk Nordhorn, zu dem neben der Grafschaft Bentheim auch Teile des Emslands gehören, mit 3,4 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote auf.

„Die dritte Auffälligkeit: Der Arbeitsmarkt in unserem Agenturbezirk ist der dynamischste in Niedersachsen“, sagt Haming. Das hat Vorteile und Nachteile, wie der Arbeitsmarktexperte erklärt: „Betriebe können ihren Personalbedarf schnell decken und sich ebenso schnell wieder von den Angestellten lösen.“ Im Umkehrschluss bedeute das, „die Arbeitsverhältnisse sind nicht sicher“. Gründe für die hohe Dynamik sind die hohen Anteile an Zeitarbeit und Saisonarbeit, erläutert Haming weiter. Immerhin kämen 40 Prozent der gemeldeten Stellen im vergangenen Jahr aus der Arbeitnehmerüberlassung.

Der Arbeitsagentur wurden 2015 insgesamt 12.410 Stellen gemeldet. „Fast flächendeckend haben wir mehr Stellenangebote erhalten“, sagt Haming. Die meisten Stellen kamen beispielsweise aus dem Baugewerbe, dem Handel und dem Gesundheitswesen. „Überwiegend werden Fachkräfte gesucht“, sagt der Arbeitsmarktexperte und fügt hinzu: „Die hohe Zahl an gemeldeten Stellen sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für Bewerber ohne abgeschlossene Berufsausbildung immer weniger Chancen auf eine Festanstellung gibt.“

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15.01.2016 Arbeitsmarkt 2015 - Agentur für Arbeit Nordhorn zieht Bilanz
Nordhorn: Die Verantwortlichen der Agentur für Arbeit in Nordhorn sehen die Entwicklung des Arbeitsmarktes positiv. Gerade das Jahr 2015 präsentierte sich in Bestform. Trotzdem gibt es noch Punkte die 2016 verbessert werden müssen.

Zu den Personengruppen, die von der positiven Arbeitsmarktentwicklung nicht profitieren konnten, gehören laut Haming Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund. „Der Anteil ungelernter Bewerber ist höher als in der deutschen Vergleichsgruppe“, sagt er. Das führt er unter anderem auf fehlende Sprachkenntnisse zurück. Zu dieser Gruppe zählen nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Arbeitssuchende aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Nicht-EU-Ländern. Wobei der Agenturchef darauf hinweist, dass es vonseiten der Bundesagentur keine Fördertöpfe für Sprachkurse gibt, die sich an Bewerber aus EU-Ländern richten. Einer von drei Schwerpunkten im neuen Jahr soll deswegen die Qualifizierung von Erwerbslosen sein, die nach wie vor Probleme haben, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Als Beispiel führte Haming das Programm „WeGebAU“ auf. Die Betriebe bekommen von den Arbeitsagenturen Geld dafür, aus ungelernten Angestellten, Gelernte zu machen. Mit der Initiative soll verhindert werden, dass Mitarbeiter wieder entlassen werden, weil sie nur gering qualifiziert sind.

„Die Flüchtlinge können uns erst mittelfristig helfen.“

Den zweiten Schwerpunkt legt die Arbeitsagentur 2016 darauf, Fachkräfte aus dem EU-Raum für die heimische Wirtschaft anzuwerben. Zwar berichtet die Nordhorner Arbeitsagentur, dass die Arbeitslosigkeit in der Gruppe der über 50-Jährigen um zehn Prozent gesunken ist, dennoch zwingt der demografische Wandel die Wirtschaft dazu, im Ausland nach Fachkräften Ausschau zu halten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den benachbarten Niederlande. Erst im November hatte ein grenzüberschreitendes Vermittlungsteam seine Arbeit aufgenommen. Als dritten Schwerpunkt widmet sich die Arbeitsagentur der Frage, inwiefern Flüchtlinge helfen können, den Fachkräftemangel zu verringern. „Die Flüchtlinge können uns allerdings erst mittelfristig helfen“, sagt Haming. Nur ein geringer Teil der zugewiesenen Flüchtlinge würde in der Region bleiben. „Rund 20 Prozent derer, die hierbleiben, haben eine Ausbildung die anerkannt und nachgefragt wird.“

Für 2016 erwartet der Arbeitsmarktexperte, dass die Erwerbslosenquote durch die Flüchtlingskrise steigt. „Das hat weniger mit Konjunktur zu tun“, sagt er. Dennoch ist er sich sicher: „Das wird ein spannendes Jahr“.

Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahl im Landkreis Grafschaft Bentheim

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Die Meinung unserer Leser

3 Leserkommentare

1. | Nasen | Montag, 18.01.2016 | 07:34 Uhr

Genau lesen , Verlierer auf dem Arbeitsmarkt sind Menschen mit Migrationshintergrund. Das sagt alles , ich bin ja mal gespannt wo die Politik die Flüchlinge in Brot und Arbeit bringen will. Willkommen in der Realität .

2. | Karla Kolumna | Montag, 18.01.2016 | 08:16 Uhr

Das die Migranten keine Facharbeiterausbildung haben ist nicht auf die Sprache zurück zu führen. Was ist den das für eine Aussage! Und 40% Leiharbeiter ist mehr als bedenklich.

3. | So ist es | Montag, 18.01.2016 | 08:22 Uhr

Da greift er mal wieder, der altbekannte Satz "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber geschönt hast" - Papier ist geduldig


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