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27:20 – Ein beeindruckender HSG-Sieg in Dormagen

in beeindruckender HSG-Sieg in Dormagen
Kraftvoll setzt sich Luca de Boer am Kreis gegen die Dormagener Deckung durch.Fotos: Zaunbrecher
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  • Kraftvoll setzt sich Luca de Boer am Kreis gegen die Dormagener Deckung durch.Fotos: Zaunbrecher
  • Nach der Pause gingen die Dormagener HSG-Spielmacher Alex Terwolbeck und seine Kollegen besonders forsch an.

Eine starke Abwehr legte den Grundstein zum Erfolg. Im Angriff machten vor allem zwei Rückraumspieler auf sich aufmerksam: Lutz Heiny war mit neun Toren wieder bester Werfer. Patrick Miedema glänzte mit acht Treffern.

Dormagen. Nach 60 Zweitliga-Minuten in Dormagen hinterließ die HSG Nordhorn-Lingen im Bayer-Sportcenter ein besonderes Bild: Fans, Spieler, Trainer, Betreuer und Sponsoren stellten sich zum gemeinsamen Siegerfoto auf der Tribüne auf. Mit einer hervorragenden zweiten Halbzeit hatten die Gäste den Grundstein zum Erfolg gelegt und sich mit 27:20 (13:9) beim TSV Bayer durchgesetzt; damit blieben sie auch im dritten Spiel des Jahres ungeschlagen. Die Bilanz von 5:1 Punkten kann sich vor allem angesichts der Verletztenmisere sehen lassen. Denn mit Nicky Verjans, Jens Wiese und Pavel Mickal saßen drei Stammkräfte unter den 1024 Zuschauern auf der Tribüne. In einer Hinsicht wurde das Trio allerdings besonders schmerzlich vermisst. Sie sind die sichersten Siebenmeterschützen ihres Teams und da schwächelten ihre Kollegen am Mittwochabend gewaltig: Von sechs Versuchen vom Strich fanden vier nicht ins Ziel. Lutz Heiny scheiterte zweimal an Sven Bartmann, einmal wehrte der Bayer-Torhüter gegen Patrick Miedema ab, der zudem einmal neben das Tor warf.

Diese Schwäche fiel zum Glück nicht ins Gewicht. Das lag zum einen einmal mehr daran, dass die HSG-Abwehr im Zusammenspiel mit dem starken Torhüter Björn Buhrmester den eigenen Kasten hermetisch abschirmte. Vor allem zwischen der 20. und 45. Minute prallten die Angriffsversuche des Tabellenvorletzten immer wieder am Bollwerk der Gäste ab, die sich so von 7:7 (20.) über 13:9 zur Pause auf 23:13 (45.) absetzten – die Entscheidung. Auch akustisch war die Halle da bereits fest in Nordhorner Hand: Etwa 30 mitgereiste HSG-Fans sorgten für Heimspiel-Atmosphäre und hatten ab der 50. Minute keine Zweifel mehr: „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierten sie, während die ersten Bayer-Fans die Halle verließen.

Neben Abwehr und Torhüter setzten vor allem zwei Rückraumspieler die Akzente: Lutz Heiny knüpfte mit neun Toren als bester Werfer seines Teams an die starken Leistungen der vergangenen Wochen an. Und Patrick Miedema wies als Rechtshänder auf der ungewohnten Linkshänder-Position im Rückraum mit acht Toren seine Durchschlagskraft nach. Der Niederländer rehabilitierte sich damit glänzend für seinen Schnitzer zuletzt beim 21:21 gegen Springe, als er kurz vor Schluss mit einem Fehlpass den Ausgleich begünstigte.

Auch aus der einzigen ernsthaften Krisensituation kam die HSG ungeschoren davon. Nach dem Wechsel versuchten es die Dormagener mit einer aggressiveren und offensiveren Abwehr und gingen im Angriff entschlossener zu Werke. Bei 13:14 (35.) waren sie bis auf ein Tor herangekommen. Doch dann hatte sich der HSG-Angriff um Spielmacher Alex Terwolbeck auf die Deckung besser eingestellt, spielte mit vielen Varianten und großer Geduld. Vor allem Heiny und Miedema bauten den Vorsprung wieder aus. Aber auch Jürgen Rooba tat sich nun als Torschütze hervor und kam bis Spielende auf vier Treffer.

Diese Souveränität gab Trainer Heiner Bültmann die Gelegenheit, Lars Bergmann zu seinem Zweitliga-Debüt zu verhelfen. Fünf Minuten vor dem Ende kam der A-Jugendliche aufs Feld. Der Linkshänder verbuchte drei Würfe, scheiterte aber zweimal an Max Jäger im Bayer-Tor und warf einmal über den Kasten der Gastgeber – da ist noch Luft nach oben.

Vor dem Spiel hatte Simon Ernst Europameister-Glanz im Bayer-Sportcenter verbreitet. Die Gastgeber ehrten den Nationalspieler, der zum erfolgreichen deutschen Team in Polen gehörte und von 2009 bis 2014 in Dormagen Handball spielte. Anschließend hielt allerdings schnell der Zweitliga-Alltag Einzug. Für die Gastgeber heißt das Abstiegskampf und so wie sie sich am Mittwochabend präsentierten, könnte es am Ende der Saison zurück in die 3. Liga gehen. Für die HSG geht es darum, die Verletzten Verjans, Wiese und Mickal zu ersetzen. Und damit kam sie nach einer zähen Anlaufphase wesentlich besser zurecht als die Gastgeber mit dem Druck, im Abstiegskampf ihre Heimspiele unbedingt gewinnen zu müssen.

Da wird es sie besonders geschmerzt haben, dass auch ein früherer Bayer-Spieler zu den positiven Aspekten bei der HSG gehörte: Dass der gelernte Rückraumspieler Nils Meyer zwei blitzsaubere Tore von Linksaußen erzielte, gehörte zu den Höhepunkten der ersten Halbzeit.

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Die Meinung unserer Leser

1 Leserkommentar

1. | Handballkenner | Donnerstag, 18.02.2016 | 21:14 Uhr

Liebe Sportredaktion, der Absatz über Lars Bergmann ist doch einfach nicht zielführend. Anstatt einen18-jährigen Spieler gleich nach seinem ersten Einsatz zu kritisieren, wäre es doch viel besser, ihm Mut zuzusprechen. Lars wird ganz sicher aufgeregt und nervös gewesen sein. Und dann hat er den Mut, dreimal aufs Tor zu werfen. Das ist doch schon mal super. Und wenn dann diese Würfe nicht ins Tor gehen, ist das völlig ok, andere hätten sich dies vielleicht gar nicht getraut. Lars schon. Klasse!! Nur die Kritik, "da ist noch Luft nach oben", kann man sich dann bitte verkneifen. Dies ist allen, ihm selbst sicher auch, bewusst und wenn dies nicht so wäre, dann hätten wir, ---- ja was hätten wir dann??? Einen neuen Holger Glandorf??? Schön wäre es!!!


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